Nano-Fische

2012
Kategorie: Information /
Die Nano-Aquaristik hat sich in den letzten Jahren fest im Hobby etabliert. Leider wissen noch zu wenig Endkonsumenten welche Fische wirklich für ein Nanobecken geeignet sind, denn Nano ist nicht gleich Nano. Daher widmen wir unseren aktuellen Newsletter dieser Thematik und hoffen Ihnen einige interessante und geeignete Fischarten vorzustellen, die mehr Artenvielfalt und Farbe in ein Nano-Cube bringen.

Die Vorteile eines Nano-Beckens liegen durch den günstigeren Unterhalt und geringeren Platzbedarf klar auf der Hand. Allerdings können durch das sehr geringe Wasservolumen auch schnell Schwierigkeiten mit dem biologischen Gleichgewicht entstehen. Deshalb ist es sehr entscheidend auf einen aufeinander abgestimmten Besatz zu achten.

Zunächst muss hier darauf hingewiesen werden, dass eine Fischhaltung erst ab 30 Litern möglich ist. Becken mit einem kleineren Wasservolumen sollten den Wirbellosen (Garnelen, Schnecken) vorbehalten bleiben. Weiterhin sollte ein wöchentlicher Teilwasserwechsel durchgeführt werden und stets nur so viel gefüttert werden, wie unmittelbar von den Bewohnern gefressen werden kann.

Ein weiteres wichtiges Thema ist der Besatz. Die Nano-Aquaristik erstreckt sich nämlich bis zu einer Beckengröße von 60-Litern. Der Besatz muss da selbstverständlich sehr unterschiedlich ausfallen. Als Besatzregel sollten in ein 30-Liter-Cube nicht mehr als 25-30cm Fisch und keine Arten, die größer als 4cm werden, eingesetzt werden.

Bsp.: Perlhuhnbärbling (2,5 cm) á 10 Fische

Fische für ein 30-Liter-Cube:

Neben den klassischen und bekannten Nano-Arten wie dem Perlhuhnbärbling (Danio margaritatus), dem Mosquitobärbling  (Boraras brigittae), dem Zwergbärbling (Boraras maculatus) oder dem Erdbeer- Zwergbärbling (Boraras micros) gibt es noch weitere schöne und interessante Arten. Hier sind unter anderem Arten wie der Schwanzfleckbärbling (Boraras urophthalmoides), die Zwerggoldringelgrundel (Brachygobius xanthomelas) oder der grüne Zwergbärbling (Microdevario kubotai) zu nennen. Außerdem kommen auch die seltene schöne Schmetterlingsbarbe  (Barbus hulstaerti) sowie der Deltaflügelzwergwels (Hara jerdoni) in Frage. Auch die kleinen Panzerwelsarten wie der Zwergpanzerwels (Corydoras pygmaeus) und der Sichelfleckpanzerwels (Corydoras hastatus) sind für 30-Liter Cubes geeignet. Sie können gut in kleinen Gruppen von 5-6 Tieren gepflegt werden.

Fische für ein 60-Liter-Cube:

Bei diesen Becken können schon Fische mit einer Größe von 4-6 cm eingesetzt werden. Hier bieten sich beispielsweise die verschiedenen Blauaugen-Arten (wie Pseudomugil furcatus, Pseudomugil gertrudae,  Pseudomugil signifer oder Pseudomugil tenellus an. Auch der wunderschöne Neon-Reiskärpfling (Oryzias woworae) ist sehr gut geeignet. Nebenbei ist bei dieser Art die Fortpflanzung sehr interessant, da die Weibchen die befruchteten Eier für mehrere Stunden oder sogar Tage an ihrer Genitalöffnung herumtragen und schließlich an Pflanzen oder Gegenständen abstreifen. Weitere Arten wie der Zwergfadenfisch (Colisa lalia) oder der Zwergziersalmler (Nannostomus marginatus) können ebenfalls für Farbenpracht im 60 Liter Cube sorgen. 

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