Unsere Guppys

2015
Kategorie: Information /
Von unseren Kunden kommen immer wieder die Fragen: Was ist der Unterschied zwischen Sri Lanka und Bio Secure Guppys und wie sehen die denn alle aus? Wir haben für Sie alle gängigen Farben in 2 Übersichten zusammengestellt und wollen Sie an dieser Stelle nochmals über den Unterschied der beiden Herkünfte informieren.

Lebendgebärende sind seit Jahren die Problemkinder im Zoofachgeschäft, da sie durch die extreme Hochzucht schon längst nicht mehr zu den typischen Anfängerfischen gehören, sondern mittlerweile hohe Ansprüche an ihre Umgebung stellen. Die Ansprüche jedoch sind nicht bei allen Lebendgebärenden gleich. Die Herkunft spielt dabei eine sehr entscheidende Rolle, ob der Fisch sich in einer Verkaufsanlage wohlfühlt.

Zunächst sollte man seine eigenen Wasserwerte betrachten, da dies schon eine große Rolle bei der richtigen Guppyauswahl ausmacht. Verfügt man über sehr hartes bis mittelhartes Wasser (hohe KH und GH) und hat zusätzlich die Möglichkeit die Guppys in einer Einzel- oder Etagenfilterung zu hältern, so eignen sich die aus sehr mineralreichen und keimarmen Wasser stammenden Bio Secure Guppys aus Israel. Hierbei ist noch zu empfehlen, dass man den Nitratgehalt stets im Auge behält. Regelmäßige Wasserwechsel sorgen dafür, dass der Nitratwert unter 50 mg/l gehalten wird. Dies ist eine Grundvoraussetzung, dass sich die SBS Guppys wohlfühlen und nicht erkranken. Ein weiterer Tipp ist, dass man bei einer Etagenfilterung je Etage immer nur eine Art Lebendgebärende hältert, da dadurch das Risiko einer Krankheitsübertragung wie z.B. Columnaris deutlich verringert wird. Treffen die aufgeführten Eigenschaften auf Ihre Verkaufsanlage zu, so können Sie die SBS Guppys, die durch ihre schönen Farbschläge und Körperformen sowie ihre größere Parasitenfreiheit auffallen, problemlos hältern.

Verfügen Sie jedoch über weiches bis mittelhartes Wasser, ist es besser die Sri Lanka Guppys zu wählen. Sie werden draußen in Betonbecken oder Teichen im weichen Wasser gezüchtet, weshalb eine Anpassung an weiches Wasser grundsätzlich gut funktioniert. Hierbei ist nur zu beachten, dass diese Guppys bei uns auch in hartem Wasser (KH 7-8, GH 20) schwimmen und die Eingewöhnung in weiches Wasser behutsam geschehen sollte, um Probleme bei der Osmoseregulation zu verhindern. Am besten hat es sich bewährt, dass Hälterungswasser zu Beginn aufzuhärten (Mineralsalz) und dann durch häufige kleinere Wasserwechsel die Guppys langsam an Ihre Wasserwerte zu gewöhnen. Der Nachteil dieser Herkunft ist die Abhängigkeit von Regenzeiten etc., die somit auch die Qualität der Tiere je nach Jahreszeit beeinflussen können. Durch die Freilandhaltung und die dort nicht immer unbelasteten Wasserwerte kommen die Guppys aus Sri Lanka jedoch besser mit einem höheren Keimdruck oder hohen Nitratwerten zurecht. Somit können sie auch gut in einer Blockfilterung gehältert werden, wobei wöchentliche Teilwasserwechsel von 30 - 40 % (abhängig von der Besatzdichte) natürlich trotzdem für alle Fische, insbesondere für Lebendgebärende, eine unverzichtbare Grundvoraussetzung für eine ordentliche Hälterung in Verkaufsanlagen darstellen. Dazu gehört auch, dass man die Vorfilter bzw. einen der Filterschwämme regelmäßig grob reinigt, um eine optimale Filterleistung zu erhalten.

Die genannten unterschiedlichen Eigenschaften gelten nicht nur für Guppys, sondern natürlich auch für Platys, Schwertträger und Mollys, die wir auch aus unterschiedlichen Herkunftsgebieten importieren. Generell treffen auf fast alle asiatischen Exportländer die gleichen Hälterungsbedingungen wie in Sri Lanka zu.

Sollten Sie noch Fragen zum Thema Lebendgebärende haben bzw. wissen möchten, welche Arten bzw. Farbschläge für Ihre Anlage am besten geeignet sind, können Sie uns  jederzeit kontaktieren.

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