Wels L 387 aus der Anlage in Bebertal

Warum unsere Nachzuchten zwei Wochen länger brauchen

Wer bei uns eine bestimmte Zuchtform bestellt, bekommt gelegentlich die Antwort: gerade nicht verfügbar, in zwei bis drei Wochen wieder. Das ist kein Versehen in der Planung. Es ist die Folge einer Entscheidung, die wir bewusst getroffen haben.

Was Massenzucht mit Fischen macht

In der industriellen Zierfischzucht werden Jungtiere auf engem Raum gehalten und schnell groß gefüttert. Das Ergebnis ist planbar: gleichmäßige Größen, kurze Zyklen, jederzeit lieferbar. Der Preis dafür zeigt sich erst später – im Verkaufsbecken des Fachhandels und im Aquarium des Endkunden. Tiere aus solchen Anlagen sind häufig empfindlicher gegenüber Wasserwertschwankungen und Transportstress.

Wie wir züchten

Wir züchten in rund 800 Aquarien und etwa 30 Betonbecken und Kunststofftanks. Je nach Art setzen wir die Elterntiere in Gruppen-, Pärchen- oder Haremshaltung an. Die Jungtiere wachsen getrennt auf und werden nach und nach immer weiter auseinander selektiert, damit jedes Tier ausreichend Platz zum Wachsen hat. Zwischen vier und sechs Monaten sind sie groß genug für den Verkauf.

Gefüttert wird hauptsächlich mit Lebend- und Frostfutter. Wir verwenden kein Farbfutter und keine Hormone. Die Färbung, die Sie bei unseren Tieren sehen, ist die Färbung, die das Tier auch beim Endkunden behalten wird.

Ein Fisch, dessen Farbe aus dem Futter kommt, verliert sie im Verkaufsbecken. Ein Fisch, dessen Farbe aus der Genetik kommt, behält sie.

Was das für den Fachhandel bedeutet

Der Nachteil liegt auf der Hand: Wir können nicht jede Art jederzeit liefern. Wenn eine Charge verkauft ist, dauert es, bis die nächste so weit ist.

Der Vorteil zeigt sich im Verkaufsbecken. Tiere, die langsam und mit Platz aufgewachsen sind, kommen ruhiger durch den Transport, fressen schneller wieder an und stehen stabiler im Becken. Das reduziert Ausfälle in Ihrer Anlage und Reklamationen von Ihren Kunden.

Worauf Sie beim Einkauf achten können

  • ENZ kennzeichnet unsere eigenen Nachzuchten aus Bebertal
  • DNZ steht für deutsche Nachzuchten von Partnerbetrieben
  • EU-NZ bezeichnet europäische Nachzuchten
  • WF kennzeichnet Wildfang-Importe

Wir konzentrieren unsere eigene Zucht bewusst auf die Arten, die sich schlecht in guter Qualität und kräftiger Farbe importieren lassen: farbige Salmler, Barben, Skalare und seit Kurzem auch Schmetterlingsbuntbarsche und weitere Zwergbuntbarscharten.

Entwurf. Bitte fachlich gegenlesen und Fotos aus der Zuchtanlage ergänzen.

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